MOTIGRU

Ein Pilotprojekt zum Thema Gesundheit, Wohlfühlen, Selbstdisziplin, den inneren Schweinehund und Selbstbestimmung.

Es fällt auf, dass für viele Menschen das Thema Körper (häufig auf das Gewicht bezogen) eine Rolle spielt. Der Wunsch etwas zu verändern ist oft groß, leider fällt es dennoch schwer (wie wahrscheinlich jeder aus eigener Erfahrung weiß) ohne Hilfe seine Gewohnheiten zu ändern. Wenn man sich dann hilfesuchend an Eltern, Freunde, Betreuer*innen …  wendet, kommen viele gut gemeinte Ratschläge, die eher an Verbote erinnern.
Wer von uns hat es noch nicht gehört:

  • Iss doch weniger!
  • Beweg dich mehr!

„Es wird die Idee geboren, Menschen mit dem gleichen Thema zusammen zu bringen und Unterstützerkreise zu bilden.“

Stefanie Miksanek und Iris Kopera bringen 5 Betroffene an einen Tisch, die jeweils einen selbstgewählten Moderator*in  für Persönliche Zukunftsplanung zur Seite gestellt bekommen, um an diesem Thema zu arbeiten.

Wichtig dabei: Nicht das Gewicht, sondern Wohlfühlen im eigenen Körper und individuell gesetzte Ziele stehen im Vordergrund.

Am 28.11.2017 konnten wir dann mit der Projektgruppe, die nun den Namen MOTIvationsGRUppe trägt, starten.
Und die ersten Punkte wurden besprochen bzw. die ersten Schritte gesetzt.

  • Wie wollen wir miteinander umgehen?
  • Welche Ziele und Wünsche haben wir?
  • Was ist unser Vorhaben?
  • Welche Hindernisse könnte es geben?
  • Welche Ideen haben wir schon, um unsere Ziele zu erreichen?
  • Die Hauptpersonen und die ModeratorInnen haben zueinander gefunden.
  • Die Hauptperson und ModeratorIn haben über einen möglichen Unterstützerkreis nachgedacht und  auf Papier festgehalten.
  • Ein Aktionsplan für die nächsten Schritte wurde erstellt.
  • Der Termin am 23.Jänner 2018 wurde festgelegt.

Bis zum 10. Jänner 2018 überlegt sich die Hauptperson, welche Personen sie in den Unterstützerkreis einladen möchte.

Ich persönlich wünsche uns viel Freude beim Tun und Planen und gegenseitigen motivieren. Auf dass wir den einen oder anderen „inneren Schweinehund“ gemeinsam besiegen werden 😉

Unser 2. Motigru-Treffen fand am 23.01.2018 statt.

Diesmal waren die Unterstützer*innen, die die Hauptperson gerne bei ihrem Vorhaben unterstützen wollen, mit dabei. Wir haben unsere gemeinsam erarbeiteten Verhaltensregeln wiederholt und ergänzt.

Die Hauptpersonen haben sich dann mit ihren Moderator*innen und Unterstützer*innen zurückgezogen, um an folgenden Fragestellungen zu arbeiten:

  • Was nehme ich mir vor?
    Was will ich in den nächsten Wochen und Monaten verändern?
  • Was will ich ausprobieren?
  • Wie können mich meine UnterstützerInnen dabei unterstützen?
  • Was kann ich schaffen?
    Was ist vielleicht zu viel?
  • Wer kann mich unterstützen?
    Wen will ich (noch) fragen?

In den einzelnen Gruppen wurden individuelle Listen mit den Hauptpersonen erstellt. Und es wurde konkret vereinbart, wie die Unterstützer*innen wann unterstützen sollen und können. Dies reicht von gemeinsamen sportlichen Aktivitäten in der Freizeit bis dahin, dass ein Arbeitskollege darauf aufmerksam macht, dass man ja nicht mehr 2 Liter zuckerhaltige Limonade am Tag trinken wollte.

Die Hauptpersonen haben die Möglichkeit bei eventuellen Fragen sich bis zum nächsten Treffen an ihre Moderator*innen zu wenden und auch Zwischentreffen zu vereinbaren. Zusätzlich haben sie die Aufgabe sich zu überlegen, wen sie bis zum nächsten Mal noch in ihren Unterstützerkreis einladen möchten.

Die Stimmung war zum Ende des Treffens sehr gut und locker und jeder ging mit einem Plan für die nächste Zeit nach Hause 🙂
Ich wünsche allen Hauptpersonen Durchhaltevermögen, und dass sie sich die Unterstützung von ihren UnterstützerInnen holen/bekommen, die sie brauchen.

Aufgaben für die  ModeratorInnen:

In der Moderator*innen-Nachbesprechung, wurde darüber gesprochen, dass der Start doch etwas holprig war und länger dauerte als gedacht.

  • Immer wieder sind Personen nicht erschienen, oder haben sich dann dazu entschieden, doch nicht mehr zu kommen.
    Hier ist es wichtig, in der Vorarbeit mit den einzelnen Personen darauf zu achten, dass sie freiwillig hier sind und nicht etwa von FreundInnen, Familienmitgliedern, Betreuer*innen, etc. geschickt wurden, da diese glauben es wäre eine gute Idee.
  • Außerdem wird eine Struktur für die Gruppentreffen erarbeitet, wie z.B. Einstiegs- und Abschiedsrunde mit persönlichen Statements der Teilnehmer ritualisieren. (Worüber sich auch die Blog-Schreiber sehr freuen :-))
  • Der Start brauchte also etwas länger als geplant. Darum haben wir auch darüber nachgedacht, wie wir das Projekt nach hinten hin verlängern können, um dem Ganzen auch die Zeit zu geben, die es braucht.

Danke an dieser Stelle schon mal an alle Moderator*innen und Unterstützer*innen, die bis hier hin Durchhaltevermögen bewiesen haben, und immer wieder mit Personen in Kontakt getreten sind. Auch wenn sich diese dann doch gegen das Projekt entschieden haben.

Wie bereits gesagt ist die Gruppe ab dem nächsten Mal vollständig und wir können durchstarten 😉
In diesem Sinne wünschen wir uns allen viel Spaß beim Planen, Moderieren, Unterstützen, Treffen, Tun und Machen….

Petra Jonke und Erich Piskernig haben diesen Beitrag verfasst.
Sie machen derzeit eine Ausbildung für Persönliche Zukunftsplanung und Sozialraumorientierung in Wien.
Als Moderatoren-Team gestalten sie das  Projekt MOTIGRU mit.

 

 

 

 

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